Teams im Planning kommen leicht vom Hunderste ins Tausende. Oder um ein anderes Bild zu benutzen: Während eine einzelne Buchstaben der zu bewältigende Scope in einem Sprint sind, verlieren sich Teams leicht in Debatten um das zugehörige Alphabet oder noch allgemeiner um Zeichen.
Während die eigentliche Frage ist, ob ein "A" oder ein "A" und "B" während des nächsten Sprints zu bewältigen sind, beginnt das Team über den Nutzen und die Abhängigkeiten des gesamten Alphabets zu diskutieren: "Aber wenn wir >A< machen, sollten wir das so anlegen, dass es mit dem gesamten Alphabet passt. Besonders wichtig, dass die Abhängigkeiten zu den Umlauten schon geklärt sind. Besonders hinweisen möchte ich darauf, "Ö" und "ß" nicht ohne sein werden."

Mit diesem Einspruch beginnt das Team sofort, die generalistische Debatte um das gesamte Alphabet.
Dabei scheint das Alphabet noch nicht auszureichen: "Aber wenn wir die Frage diskutieren, sollten wir auch klären, wie das mit der Einbettung des Alphabets in die Zeichen funktioniert. Daher schlage ich vor, dass wir während des nächsten Sprints ein Konzept zur korrekten Darstellung der Zeichen entwickeln."
Die sehnsucht nach dem vollständigen Konzept ist gross!
Die Defossierung des Teams bei der Frage, welcher Art das "A" sein sollte, damit es im Sprint zu schaffen ist, ist typisch. Sie zeigt die Sehnsucht des Teams nach einem vollständigen Überblick und einem Plan.
Diese Sehnsucht mag aus dem Wunsch heraus gespeist sein, Sicherheit im Vorgehen zu erlangen. Sie kann auch auch durch den Wunsch, sich in seiner Kompetenz zu zeigen, gefüttert werden.
Unabhängig von den Gründen dieser Sehnsucht, gilt es, dass Team realistisch-optimistisch auf das Sprintziel zu fokussieren. Und dieses liegt vielleicht in einem, vielleicht auch in zwei Buchstaben, aber ganz bestimmt nicht in einem Alphabet oder in allen Zeichen.
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